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Afrikanisch — Im Fasika mit den Fingern essen…

20 Juli 2008 Von Lars 663 views keine KommentarePDF Version

p1030135Michaelas Eltern waren über das Wochenende in Köln und wir haben das zum Anlass genommen, mal wieder ein neues Restaurant zu testen. Wir haben in diesem Zusammenhang sogar Mut bewiesen und Michis Eltern in ein afrikanisches Restaurant geschleppt, welches wir schon lange mal testen wollten. Unser „Mut” hat sich gelohnt und wir werden sicherlich zu Wiederholungstätern, auch wenn uns allen die Schweißperlen auf der Stirn standen. Es wird sehr scharf gekocht!

p1030133Bei dem Fasika (Link) handelt es sich um ein kleines äthiopischen Restaurant auf der Luxemburger Str. 17, welches im Inneren ein wenig an eine urige, rustikale Kneipe (oder ein afrikanisches Lehmhaus??) erinnert. Den Speisen und dem Scharm des Restaurants ist dies jedoch nicht abträglich. Leider war jedoche bei unserem Besuch das landestypische, afrikanische Bier aus, so das wir mit Kölsch vorlieb nehmen mußten. Ein kleiner Punktabzug.

p1030132Gegessen wird im Restaurant nach afrikanischer Sitte ausschließlich mit den Fingern. Besteck sucht man vergebens! Die warmen Speisen werden dabei einfach in das weiche, dünne, saftige Fladenbrot (Injera) geklemmt und zum Mund geführt. In einer netten Gruppe ist der Spaßfaktor dabei sehr hoch und es ist einfach einmal was anderes. Zunächst hatten wir zwei Vorspeisen aus Linsenbrei. Im Anschluss habe ich mich dann für Rindfleisch mit einer Whisky-Chilie-Soße entschieden. Außerdem hatten wir noch ein Hühnchengericht mit Schafskäse und eine zwei Personen Platte nach „Art des Hauses” p1030134auf dem Tisch.

Qualität: Das Fleisch der Hauptgerichte ist wirklich „scharf” bis „sehr scharf” gewürzt, wobei Injera und Gemüsebeilage ein wenig neutralisierend wirkten. Dennoch kann man nicht verhindern, das diverse Schweißperlen auf der Stirn erscheinen. Für jemanden der mit scharfen Essen überhaupt nichts anzufangen weiß, sollte also auf einen Besuch ehr verzichten. Allen anderen kann man das Restaurant nur wärmstens empfehlen.

Als Degistiv wurde zum Abschluss ein Kaffee nach Art des Hauses gereicht, welcher kurz zuvor (in Form einer kleinen Showeinlage) frisch geröstet wurde. Leicht bittere Noten, sehr an Espresso erinnernd.

Preisniveau: Mit Essen für vier Person, mehreren Kölsch, Wasser und Apfelschorlen lagen wir bei 70 Euro inklusiv Trinkgeld. Das war für die gebotene Leistung mehr als fair kalkuliert!

Anmerkung: Die Bilder entstanden bei schon halb leeren Teller.. ;)

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